Therapien - Naturheilpraxis Heilpraktikerin Gabriele Hampel, Möhnesee

Schröpftherapie

Schröpftherapie mit dem Pneumatron oder manuell mit Schröpfkopfgläsern.
Schröpftherapie Heilpraktikerin Gabriele Hampel, Möhnesee

Das Schröpfen ist eine bewährte alternative Heilmethode  die zu den ältesten Naturheilkundeverfahren zählt. Wie kaum ein anderes Verfahren hat das Schröpfen aus naturheilkundlicher Sicht einen unmittelbaren Einfluss, gestörte Regelkreise im erkrankten Körper wieder zu normalisieren. Das Schröpfen ist eine Form der Reiztherapie; der Schröpfkopf wird mittels Unterdruck (erzeugt durch eine Pumpe oder Gummiball) auf die Haut aufgesetzt, die Haut und das Unterhautgewebe angesaugt. Über bestimmte Hautareale (Headsche Zonen), Akupunkturpunkte, Meridianverläufe und Organzonen lassen sich Bewegungseinschränkungen, Schmerzen aber auch gesundheitliche Probleme die in Verbindung mit der Wirbelsäule und innerer Organe stehen, in vielen Fällen therapieren. Ziele des Schröpfens sind, wann immer möglich, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren, die Durchblutung und den Lymphfluss anzuregen, die Beweglichkeit zu verbessern, Blockaden aufzuheben, das vegetative Nervensystem zu stärken und verspannte Muskelzonen zu lösen. Das Schröpfen wird von der Schulmedizin praktisch nicht anerkannt, weil die Vorstellungen über das Wesen der Krankheitsbilder zu stark differieren.

Interessant ist, dass die Schröpftherapie sich sowohl in den europäischen und nahöstlichen Kulturkreisen, vor allem in Griechenland und Ägypten im klassischen Altertum ausgebildet hat, als auch völlig unabhängig davon in der klassischen chinesischen Medizin. In Europa war sie vor allem eine Folge der Humoralpathologie. Darunter versteht man die aus der Antike überlieferte Vorstellung, dass Krankheiten sich durch eine Entmischung oder ein Ungleichgewicht der Körpersäfte entwickeln. Auch wenn dieses Denkmodell mittlerweile überholt ist, bleibt jedoch die modellhafte Vorstellung der Ausleitung von schädlichen Stoffen aus dem Körper. Diese Vorstellung wird zwar von der Schulmedizin nicht geteilt, weil diese Schlackenstoffe nicht kennt. Jedoch ist dies nicht selten nur eine unterschiedliche Begrifflichkeit, ob ich als Naturheilkundler von „Schlackenstoffen“ rede, oder der Schulmediziner von Stoffwechselendprodukten spricht.
Jedenfalls sind die Ausleitungsverfahren fester Bestandteil der Naturheilkunde und haben sich uns bei zahlreichen Anwendungsgebieten, vor allem zur Linderung chronischer Erkrankungen des Bewegungsapparats bewährt.
Wir unterscheiden zwischen dem trockenen Schröpfen, hier werden die Schröpfgläser erhitzt und dann auf die unversehrte Haut aufgesetzt, dabei bildet sich durch den Unterdruck ein leichter flüchtiger Bluterguss und dem blutigen Schröpfen. Hier wird die Haut mit einem Skalpell oder einer Lanzette angeritzt und damit eine geringe Menge Blut in den Schröpfkopf gesaugt.
In beiden Fällen werden Reize gesetzt, deshalb kann man die Ausleitungsverfahren auch der Reiztherapie zuordnen. Diese hat und da treffen sich Naturheilkunde und Schulmedizin durchaus, ohne sich aber anzuerkennen, deutliche Wirkungen auf das Immunsystem, also die körpereigene Abwehr, die vielfältig in das Steuerungssystem des Körpers eingreift.